Liebe TechLab Fans!

Schon lange möchte ich mit dem mir zur Verfügung stehenden Funkgeräten und anderen elektronischen Geräten einen sogenannten „Notfunkkoffer“ herstellen/bauen.

Lange Zeit fehlte mir eine Kiste oder Koffer, in den man halbwegs einfach und passabel Funkgeräte usw. einbauen kann. Da man als Funkamateur auch Interesse an Audiotechnik hegen kann, kam ich auf die Idee, alles in einen 19 Zoll Geräteschrank für Bühnentechnik einzubauen. Diesen gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen bei dem Musikfachgeschäft Ihres Vertrauens. Diese „Schränke“ sind relativ robust gebaut und gibt es dank der 19 Zoll Normierung alle Möglichen Einschübe, Laden, Fächer, Blenden usw. bereits fertig. Diese müssen nur mehr den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.

Die Überlegung – Notfunk

Notfunkkoffer, OE3DES

Die Box bzw. der Koffer sollte portabel sein und folgende Möglichkeiten bieten:

  • Kommunikation im gesamten Kurzwellenbereich (KW) – Betriebsart Phonie und Digital
  • Kommunikation im VHF und UHF Bereich (144 und 430 MHz)
  • Antennentuner für KW
  • Computer mit Display, Tastatur und Maus, USB Anschlüsse, WLAN/LAN Zugangsmöglichkeit
  • 12V und 5V Stromversorgung

Es soll jedenfalls ALLES in der „Box“ vorhanden sein und mit 220V und auch mit 12 Volt funktionieren. Auch der PC und ein Bildschirm/Display soll verbaut sein. Beim Display muss man auf Grund der Größe einen Kompromiss eingehen, der aus meiner Sicht jedoch vertretbar ist.

Folgende Gerätschaften standen mir bereits zur Verfügung:

  • Transceiver – YAESU FT-450 (Kurzwelle, KW und 50MHz)
  • Transceiver – ICOM IC-2800H (VHF/UHF, 144 und 430 MHz)
  • Antennentuner – MFJ 969 Versatuner II
  • SB 2000 – Digitales Soundkarten Interface
  • Computer – Intel…Atom mit 11″ Display (Touchscreen), Tastatur, Maus
  • Selbstgebaute RS-232 Schnittstelle für Audio und PTT (Sendetastung)
  • Computernetzteil 220V, 500W -> 12V – für Stromversorgung aller Verbraucher
  • Netzteil zur Umwandlung von 12V auf 5V, da das oben genannte Computernetzteil nur 12V liefert (3,3V und5V Schiene stehen nicht zur Verfügung)

Die fertigen 19 Zoll Einschübe sind übrigens bereits mit einigen Löchern und Langlöchern versehen. Manche Lochabstände passten ganz genau, sodass nicht überall gebohrt werden musste. Da der FT-450 relativ schwer ist und daneben noch der IC-2800H montiert wurde, musste der Boden des Einschubes sicherheitshalber durch einen Alu-Winkel versteift werden. Materialmäßig gab es kein Problem, jedoch sah man, dass sich der Einschubboden leicht durchbog.

Die Befestigung des PCs war auf Grund der Lochabstände passen, auch die Befestigung der Festplatte war ohne zusätzlichem Bohren möglich. Für die Stromversorgung des PCs (Mainboard) musste ich einen eigenen Konverter zukaufen, der mit einem ATX Stecker versehen war.

Prozessorlüfter-Lüfterbefestigung durch Mauerdübeln ?!?!?!

Mauerdübeln zur Lüfterbefestigung… 😉

Der Prozessor (Intel Atom) ist ausreichend passiv gekühlt. Ich habe trotzdem einen Lüfter verbaut, der so groß ist, dass dieser auch die RAM-Speichersteine kühlt. Jedoch war mir der Lüfter unter 12V zu laut, daher betreibe ich ihn mit nur 5V. Das ist in diesem Fall ausreichend. Leider hatte ich keine andere Befestigungsmöglichkeit bei der Hand als… Mauerdübeln. Diese waren vom Durchmesser her gerade so, dass diese in den Kühlkörper passten und diesen beim Befestigen den Lüfters nicht verformten. Der Lüfter hält!

Display – Kompromiss

Das Computerdisplay wird mit 5V betrieben und ist gleichzeitig auch als Touchscreen zu verwenden, was recht praktisch ist. Die Auflösung beträgt 1027 x 600 Pixel. Die Symbol- und Schriftgröße ist per Windows Systemsteuerung auf 125% gesetzt. Das ist für mich OK.

Der kleine rote „Mikro-Schalter“ links unten ist der PWR (Ein/Aus) Schalter für den PC. Leider hatte ich keinen anderen Schalter/Taster. Dieser wird noch in der Verblendung neben der Power- und HDD LED eingebaut. Gehört noch zu dem ausstehenden Feinschliff.

Erprobung unter Fieldday-Bedingungen noch ausständig…

Bei der nächsten Möglichkeit werde ich den Notfunkkoffer testen. Wahrscheinlich am 01.05.2021 bei der Notfunkübung bzw. bei der „All Austrian Exercise AOEE 80/40m NOT- & KATASTROPHENFUNK ÜBUNG 2021“ .

Hier geht’s zur Ausschreibung des ÖVSV: https://www.oevsv.at/export/shared/.content/.galleries/Downloads_Referate/HF-Referat-Downloads/Regeln_AOEE_8040_2021.pdf [PDF]

Als Antenne werde ich im KW Bereich eine G5RV Antenne nutzen, auf VHF/UHF eine Vertikalantenne für 2m/70cm. Weiters werde ich mit einem Notstromaggregat den Strom für die Station herstellen und teilweise auf 12V Bleiaccu-Batteriebetrieb umschalten.

Abschließend – ein paar Fotos von dem Projekt…

73! OE3DES, Stefan

Von stefanD

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